schriftzug03

Natur - Entfaltung - Selbstbewußtsein

Eine prägende Zeit voller unschätzbarer Erfahrungen und gemeinschaftlichen Erlebens in der freien Natur.

Der Waldkindergarten Friedeburg e. V. wurde im April 2003 gegründet und ist im Friedeburger Stroot beheimatet.
Das Betreuungsangebot umfaßt ganzjährig fünf Stunden täglich von Montag bis Freitag, zwischen 8:00 und 13:00 Uhr.
Es gibt eine Gruppe mit 15 Kindern im Alter von 3 - 6 Jahren.

Das Leben in der Natur stärkt das Immunsystem unserer Kinder und fördert Bewegungsapparat und Geschicklichkeit.
Die kindgerechte Bewegung – laufen und schleichen, auf Bäume klettern, über Stämme balancieren, über Gräben springen – läßt Haltungsschäden gar nicht erst entstehen.
Die Sensomotorik und Konzentrationsfähigkeit werden gefördert - die ideale Basis zum Lesen-, Schreiben- und Rechnenlernen.

Die Freiheit des Spiels in der freien Natur – ohne Wände und künstliche Grenzen – schafft Selbstbewußtsein und fördert Neugierde und Wissensdrang. Der Wald bietet eine Vielzahl von Spielmöglichkeiten, aus denen die Kinder selber wählen können. Das fördert die Kreativität, die Phantasie und eigenständiges Denken. Die Kinder stellen ihr Spielzeug selber her, was planerisches Handeln erfordert. Da es im Wald kein vorgefertigtes Spielzeug gibt, ist der Anreiz mit anderen zu spielen besonders groß.
Das Sprechen wird zum wichtigsten Spielelement. Die Kinder erleben durch das Sprechen Erfolge und entwickeln dadurch eine große Lust an der Sprache.
Die Ausbildung der Sprachkompetenz steht hier ganz natürlich im Mittelpunkt.

Rollenspiele sind bei den Kindern im Wald sehr beliebt. Hier wird das gegenseitige Einigen und Verständigen geprobt und gelernt. Soziale Fähigkeiten werden ganz selbstverständlich ausgebildet. Das soziale Miteinander nimmt im Waldkindergarten einen großen Raum ein.
Die pädagogische Arbeit ist situationsorientiert.
Der Ablauf der Jahreszeiten ist mit allem verbunden.

Der Wald bietet eine Vielfalt an Sinneseindrücken: die unterschiedlichsten Dinge werden ertastet und erfühlt, Tierstimmen herausgehört und zugeordnet. Die Kinder erleben die Stille des Waldes und das Rauschen des Windes, Eindrücke, die selten geworden sind in unserer hektischen Zeit. Das Wetter, die Jahreszeiten mit all ihren Gerüchen und vieles mehr prägen sich ihnen ein. Alle Sinne werden mit natürlichen Reizen angeregt und nachhaltig geschärft.

Die Feinmotorik schulen die Kinder täglich bei ihrem Spiel im Wald, sei es beim Aufheben, Spielen und Basteln mit Bucheckern, Tannennadeln, Blättern oder ähnlichem, beim Knoten eines Seils oder beim Werken mit Schnitzmesser und Säge. Am wöchentlichen Bauwagentag arbeiten die Kinder auch mit klassischen Kindergartenutensilien wie Schere und Kleber.

Die Achtung vor der Natur und die Liebe zur Schöpfung sind im Waldkindergarten selbstverständ-
lich. Waldkinder begreifen sich selbst als Teil der Natur und haben so den verantwortungsbewußten Umgang mit ihr verinnerlicht.

Wald802

Hygiene wird im Waldkindergarten groß geschrieben. Das Händewaschen vor dem Essen ist eine der ersten Waldregeln die gelernt wird. Ja, und natürlich gibt es auch „Waldtoiletten“, d.h. bestimmte Plätze im Wald wo keiner spielt.

Die kleine Gruppe von nur 15 Kindern ermöglicht eine intensive Betreuung der Kinder durch die beiden pädagogischen Fachkräfte. So entstehen auch am Bauwagentag viele interessante Mal- und Bastelarbeiten.

Vorschularbeit ist ein selbstverständlicher Bestandteil im gesamten Tagesablauf für alle  Kinder, so daß auch schon die ganz Kleinen spielerisch viele Grundkompetenzen zur Schulfähigkeit erlernen. Im letzten Kindergartenjahr vor der Schule erhalten die „Vokis“ (Vorschulkinder) besondere Aufmerksamkeit und Förderung in der Gruppe.

Gerade wegen des großen Freiraums im Wald ist das Einhalten von Regeln sehr wichtig. Durch das tägliche Miteinander wird jedem Kind schnell die Bedeutung der einzelnen Regeln klar, und schon bald achten alle gegenseitig darauf, das sie auch eingehalten werden ( z.B. das Warten der Ersten auf die Letzten an den Haltebändchen).